FDM-Materialien:
Die richtige Wahl für Ihren Druck
Beim FDM-Druckverfahren steht Ihnen eine breite Palette an Thermoplasten zur Verfügung, die jeweils spezifische Eigenschaften mitbringen. Das ist besonders wichtig, da die Qualität und Funktionalität Ihrer 3D-gedruckten Bauteile maßgeblich von der Wahl des richtigen Druckmaterials abhängen. Ob robuste Prototypen, funktionale Gehäuse oder belastbare Endprodukte: Jedes FDM-Material eignet sich für bestimmte Anwendungen besonders gut.
Bei 3D Profi Druck erfahren Sie alles Wichtige über die gängigsten Druckmaterialien, deren Eigenschaften sowie typische Einsatzbereiche. Haben Sie bereits ein konkretes Projekt im Kopf, setzen wir Ihre Ideen gerne mit unserem professionellen FDM-Material um.
FDM-Druck: Materialien im Vergleich
Bei der Auswahl von FDM-Druckmaterialien stehen Ihnen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Jeder Thermoplast weist individuelle Stärken auf, die es für bestimmte Anwendungsbereiche prädestinieren.
Material
Eigenschaften
Typische Anwendungen
PLA
leicht zu verarbeiten, gute Detailgenauigkeit, saubere Oberflächen, begrenzt hitzebeständig
Prototypen, Anschauungsmodelle
ABS
hohe Schlagzähigkeit, chemikalienbeständig, gut nachbearbeitbar
technische Bauteile, Gehäuse
PETG
hohe Zugfestigkeit, gute Steifigkeit, witterungsbeständig, lebensmittelecht
funktionale Teile, Schnappverschlüsse, feuchte Umgebungen
ASA
UV-beständig, formstabil, witterungsfest
Außenanwendungen, langlebige Abdeckungen/Gehäuse, etwa für die Restaurierung von Oldtimern oder den 3D-Druck in der Architektur
PA/Nylon
zäh, verschleißfest, Thermoplast mit hoher Festigkeit
hochbelastete Funktionsteile, bewegliche Komponenten
PC (Polycarbonat)
hitzebeständig, hohe Schlagzähigkeit
hochbelastete technische Teile in der Automobilindustrie und im Maschinenbau
TPU
flexibel, dehnbar, vibrationsdämpfend
flexible Verbindungen, stoßdämpfende Teile, Schutz- und Griffkomponenten
PVAL
wasserlöslich, Supportmaterial
lösliche Stützstrukturen für komplexe Geometrien, in der Praxis nicht so häufig verwendet
HIPS
in Limonen löslich, Supportmaterial (oft mit ABS)
lösliche Stützstrukturen, ABS-Kombidruck
Verbundwerkstoffe
(Kohlefaser/Kevlar/
Glasfaser)
sehr steif, sehr robust, abrasiv für Düsen
Halterungen, Vorrichtungen, belastbare Prototypen
Neben verschiedenen FDM-Materialien bieten wir auch SLA-Material und SLS-Material für unterschiedliche Anforderungen und Projekte an. Während beim SLA-Druckverfahren flüssige Harze zum Einsatz kommen und das SLS-Druckverfahren mit Pulver arbeitet, verwendet FDM solide Filamente – das macht das Verfahren ebenfalls sauber, stabil und vielseitig.
Oberfläche und Nachbearbeitung von FDM-Material
Die charakteristische Schichtstruktur des FDM-Drucks kann die Optik und Haptik von Bauteilen beeinflussen. Je nach gewähltem FDM-Drucker-Material unterscheiden sich die Möglichkeiten der Nachbearbeitung.
- Schleifen: Mit verschiedenen Körnungen werden Schichtlinien ausgeglichen und Unebenheiten geglättet. Dabei wird sich von grober zu feiner Körnung vorgearbeitet. Diese Methode eignet sich besonders für ebene Flächen und leicht zugängliche Bereiche.
- Spachteln und Grundieren: Kleine Lücken oder Unregelmäßigkeiten werden mit Füllspachtel geschlossen und nach dem Trocknen glattgeschliffen. Eine anschließende Grundierung schafft eine gleichmäßige Oberfläche, die sich ideal für Lackierungen oder Präsentationsmodelle eignet.
- Chemische Glättung: Bei Thermoplasten wie ABS kann ein Lösungsmittel – typischerweise Aceton – die oberste Materialschicht leicht anlösen. Die Schichtlinien verschmelzen dabei zu einer glatten, glänzenden Oberfläche. PLA und PETG lassen sich auf diese Weise nicht behandeln und erfordern stattdessen eine mechanische Nachbearbeitung.
- Lackieren und Beschichten: Lacke oder Beschichtungen verbessern nicht nur die Optik, sondern erweitern auch die Funktionalität – etwa durch UV-Schutz oder erhöhte Witterungsbeständigkeit. Für ein gleichmäßiges Ergebnis empfiehlt sich vorab eine sorgfältige Oberflächenvorbereitung.
FDM-Druck-Materialien: Darauf kommt es an
Die Wahl des optimalen FDM-Drucker-Materials hängt von verschiedenen Faktoren ab. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung folgende Aspekte:
Mechanische Anforderungen:
Welche Zugfestigkeit, Steifigkeit und Schlagzähigkeit sind für Ihr Bauteil erforderlich? Für stark beanspruchte Teile empfehlen sich technische Kunststoffe wie PA oder faserverstärkte Varianten.
Thermische Belastung:
Wird das Bauteil hohen Temperaturen ausgesetzt? Hitzebeständige FDM-Materialien wie ABS, ASA oder PC halten deutlich höheren Temperaturen stand als PLA.
Umgebungsbedingungen:
Kommt das Bauteil mit Chemikalien, UV-Strahlung oder Feuchtigkeit in Kontakt? ASA bietet hier die beste Witterungsbeständigkeit unter den Standardmaterialien.
Optische Ansprüche:
Soll das Teil lackiert, eingefärbt oder transparent sein? PETG bietet beispielsweise gute Transparenz, während sich ABS besonders gut nachbearbeiten lässt.
Passende FDM-Materialien für Ihren 3D-Druck: Service von 3D Profi Druck
Bei 3D Profi Druck unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden FDM-Materials für Ihre spezifischen Anforderungen. Unsere Experten analysieren Ihr Projekt und empfehlen die optimale Kombination aus Material und Druckverfahren. Wir unterstützen Sie von der Datenaufbereitung bis zur finalen Fertigung und finden die passende Lösung für Ihre Anforderungen.
